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2702 Einträge auf 271 Seiten
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» Berndt Gückel |
06.01.2026, 11:49 |
Gesundes Neues an alle SeebärInnen! Ich wünsche Euch/uns alle Kraft, die es braucht, diese Welt auszuhalten. Floridita und Sloopy Joes Bar bewirten Trumps Trampel bald mit Hennessy an Grönland Eis. Unvorstellbar! Nunja, wir können schließlich nicht überall mehr sein. Auch ist unser Großer Teich nun das Schwimmbecken im Stadtbad. Doch Platz für Heldentaten gibts auch hier. Lieber Friedrich, vielleicht denkstde schon über "Landgeschichten Ehemaliger", Band I nach? dann wäre das hier meine erste Geschichte dazu ...
Held wider Willen Am dritten Feiertag begab es sich, dass ich wieder mal hallenbaden war, in meiner Lieblingsschwimmhalle in Döbeln. Im Becken befanden sich eine Mutti mit ihren drei viertelwüchsigen Bengeln und ich. Somit war sicher und ausreichend Platz dafür, den 3-Meter-Sprungturm zu öffnen. Die Kinderchen waren begeistert und plumpsten und platschten ohn Unterlass vom Turm, dessen Nutzung all denen, die es wagten, viel Ehr versprach. Muttis Augen glänzten. Die See ging hoch. Am Ende meiner altersgerecht und in sicherem Abstand zu den Aufschlägen absolvierten Rückenschwimmbahnen schritt ich gen 1-Meter-Brett am Turm zum standesgemäßen finalen Seemannsköpper. Wie immer eben, wenn die Welt sehen sollte, dass „der Opa“ noch nicht bereit zum Abwracken ist, wieviel Jugend also noch im Old Sailor steckt. Und natürlich hatte ich die Aufmerksamkeit der Jungen gesucht und gefunden. Nur war eben zwischenzeitlich von der Städtischen Schwimmbadangestellten das Sprungbrett gesperrt worden, aus Sicherheitsgründen, damit die vom Dreier denen vom Einer nicht aufn Kopp huppen. So stand ich am Zugang zum Turm, der mir jetzt die vier Stufen zum geplanten Finale vorenthielt, doch 12 andere als Herausforderung bot. Mir blieb keine Wahl. Auch die Kinderchen schienen gespannt. Sie wollten es wohl kaum glauben oder eben mal sehen, wie Opa gleich von da oben herunterfällt. Umdrehen war somit keine Option. Tapfer erklomm ich das 3-Meter-Plateau, das aus der Höhe und durch meine Augen wie 4,60 m über Wasser aussah. Nach kurzem Staunen kam Leben in die Jungs. „Köpper, Köpper“ brüllten die drei Rotzer nun zu mir hoch und lachten sich krumm. Die Vorstellung, niemals einen Hechtsprung aber gleich eine krumme Kerze ins Wasser platschen zu sehen, erheiterte die Wänster ungemein. Zudem hatte ich die volle Aufmerksamkeit der in der Halle anwesenden Damen, alle zwei. Mir blieb keine Wahl. Krötengleich in der B-Note, doch mit glatter 6,0 für die sportliche Leistung, stürzte ich mich kopfüber unsterblichem Ruhm entgegen. Als ich wieder auftauchte, tat mir der Schädel weh. War es doch einfach zu lange her, als dass ich mich noch erinnert hätte: Immer die Arme vor den Kopf! Den Jungs stand der Mund noch immer offen. Ich ließ mir ein „So, nun ihr!“ nicht nehmen, nahm aber das Kompliment der Damen an. Früher hätten sie Schlüpfer geworfen, honorierten sie verbal meine Leistung. Da war ich doch froh, dass heute später ist. Es hätte mich überfordert. Kurz darauf, frisch gebadet, Körper und Seele, trat ich aus dem Portal des altehrwürdigen Hallenbades hinaus ins Freie, gerade im Rücken und stolz im Blick, schaute um mich und da war in Döbeln alles wie sonst. Ganz so, als hätte es mich an diesem Morgen und hier im Bad nicht gegeben.
Bis zum Treffen! Ahoi! Berndt
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» Redaktion BORDGESCHICHTEN |
03.01.2026, 13:05 |
Heute vor 50 Jahren, am 3. Januar 1976, sank das DSR Kümo CAPELLA. Auf der Nordsee nahe der Ostfriesischen Inseln schlägt das Kümo bei stürmischen Seegang Leck. Nach einer Notreparatur glaubt die Schiffsleitung, die Insel Borkum erreichen zu können und lehnt eine Bergung der Besatzung zunächst ab. Wenig später geht die CAPELLA unter. Weder einem Seenotrettungskreuzer noch einem Helikopter und MS NIENBURG gelingt es, die noch auf dem Wasser treibenden Seeleute zu retten. Alle elf Besatzungsmitglieder sterben. An den tragischen Untergang des Schiffes erinnert heute der Name, den der Orkan vom 3. Januar 76 seither trägt: CAPELLA. In den BG u.a. behandelt in Band III, Seite 41 von Gerhard Vontra. |
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» Michael Kluge |
03.01.2026, 11:59 |
Am 20.12.2025 hat Chief Manfred Neumann ( u.a. Assi auf MS " Boizenburg " und MS " Max Reichpietsch, III. Ing. auf MS " Pritzwalk " und Chief auf MS " Freital " ) im Alter von 76 Jahren seine letzte Reise angetreten. RIP |
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» Berndt Gückel |
31.12.2025, 14:42 |
Nichts passt wohl besser zum Abgesang auf Verein und Gästebuch als Lothars Gedichte.
Rot, Weiß, Grün voraus in Sicht: Augen zu und Schotten dicht!
Rasmus sei mit uns! Alles hat eben seine Zeit ...
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» Lothar Pantermöller aus Brunsbüttel |
31.12.2025, 10:01 |
„Ms Blankenburg“ September 1988 bis Januar 1989
Karibik 1988
Es war die Sommersonnenwende, und zugleich das Urlaubsende Landgang nur bis Zwanzig Uhr, die Reise begann wie eine Badekur.
Der Alte ein erfahrener Mann auf See, Korvettenkapitän in Spe, vor und nach Helsinki bis zum Kanal, weder Blinki noch Kardinal.
In Finnland liegt der erste Hafen, drei Tage gab die Reederei, man sah eine Stadt teuer und verschlafen, 10,95 DM bei Mac Donalds ein Klops mit Ei.
Butter in Fässern und Milch in Säcken, tat der Chiefmate in unser Schiff reinstecken, Die Lücken zwischen dem strömenden Regen, konnte die Finnen nicht bewegen, eine Pause jagte dieselbe, verdammt! Wir haben Termin in Antwerpen an der Schelde.
Von Finnland bis zum Nord- Ostsee- Kanal, wurde das Wetter, zusehends netter, am Himmel Wolken hin und wieder Mal.
In Antwerpen an Land, Montana, Polotex, alle Läden abgerannt, auf dem Rückweg kein Bus, was soll´s gehen wir zu Fuß.
Gespart das Geld, was kostet die Welt? Auf einer Bank verschnauft, Eis gekauft.
Auslaufen am Abend, erquickend und labend. Auf See das erste Wochenende, Transitausgabe Stimmungswende.
Die Augen feucht, die Zunge trocken, sieht man Hein Seemann auf Kammer hocken. Rekorder an, Musik erschallt, Tina Turner, Phil Collins und Geschichten aus dem Wiener Wald.
Die See wird grob, der Dampfer rollt, zum Wiederkäuer wird ein Lehrling ungewollt.
Feiertag, Feierstunde, gemütlich sitzen sie in froher Runde. Tische an Deck und Grill nach achtern, so feiert man auf Frachtern. In Bowle aus Juice, Zitrone und rotem Wein, kam zum Abschmecken etwas Gin mit rein.
Nächsten Tag da ging die Arbeit weiter, und so mancher war gescheiter: „ Hast lange du getrunken heiter, kannst zählen du die Sprossen deiner Lebensleiter!“
Erster Hafen Tropenzone, es regnete wie zum Hohne. Kingston hieß das arme Städtchen, Slums und Dreck doch schöne Mädchen, schwarze Haut und Kulleraugen, Angst im Nacken, ob die was taugen…
Es kam kein Geld, war zwar bestellt, aber was interessiert uns der Rest der Welt sehen uns trotzdem um im Lande, ohne Zaster kein Schande.
Hein Seemann aus der DDR, hat´s in keinem Ausland schwer, will nur fotografieren fein, ist höflich und gibt sich klein.
Was sollen wir uns auch vergleichen, mit schwachköpfigen Millionären oder Scheichen, wir haben uns das ist genug, alles andere wär Betrug.
Santo Tomas war nur ein Sport, nach einem Tag waren wir wieder fort.
Es gab nenn Zwischenfall eine Bagatelle, der Schiffsrat tagte in aller Schnelle, es ging um Schnaps und nicht um Bier, im Zusammenhang mit dem Politoffizier…
Vera Cruz hieß die nächste Stadt, und Seemann Hein, morgens noch müde und matt, ließ abends alle Fünfer gerade sein.
In fröhlicher Erwartung auf die Plaza er lief, traf dort die anderen und auch den Chief.
Man trank Buddeln Barcadi Rum, eine wirft Hein noch nicht um, nein sieben wurden getrunken, erst morgens um drei war Hein in seine Koje gesunken.
Der nächste Tag ging auch vorbei, hatte Hein auch ein Gesicht wie Schnee im Mai.
Billig und sauber sind die Mädchen, man muß duschen vorher und nachher in diesem Städtchen, geht man dann zurück ins Leben, kann es sein das man erkannt wird eben, von wegen der Prozedur, und der nassen Frisur…
Zum Baden fuhr man schnell, in ein Hotel, aber dieser noble Schuppen, tat sich entpuppen, als eine Viersterne Baracke, mit Swimming-Pool, Hein sagte sich, dann geh ich lieber billig, an den Strand, sonne meine rechte und auch die linke Backe, als zu werfen mein Geld in diesen Sündenpfuhl.
Einer kam zu spät morgens von Land, er meinte er hätte sich verrannt… Am Hals, sah man Flecken, jedermann weiß das kommt von der Balz, und vom Hecken, vom Spiel auf der Liegewiese, stammen diese, sogar hinterm Knie, sah man sie.
Der Ede tat aus den Latschen kippen, das kam nicht vom Nippen, am Alkohol, doch wohl, von zu wenig Essen, er ist ganz darauf versessen, aus der Reise zu machen eine Schlankheitskur, zum Nutzen seiner Figur.
Wir verließen Vera Cruz nach 12 Tagen, keiner braucht zu fragen, Wieso so lange? Die Gewerkschaft hatte uns in der Zange.
Nach fünf Tagen Streik konnten sie erreichen, 1000 Pesos mehr einzustreichen, bei 10000 pro Mann und Tag und einer Arbeit die keiner mag, viel zu wenig, aber: „Goddam jeder Mann ist kein König!“
Das erste Nest, auf der größten Antillen-Insel, hieß Moa, es gab uns beinahe den Rest, Schornsteine, Chlor, und Staubgerinnsel, aus den Wolken, hier wird Nickel aus Kubanischer Erde gemolken.
Auch in Nicaro, stank es wie auf einem Männerklo. Ein Lichtblick, die Bar del la Palma, Mädchen nicht schick, aber dick, und nicht nur für Halma…
Das konnte man deutlich an manchen Hälsen sehen, blutunterlaufen und wunderschön. Die nächsten Termine kennen wir, wir sagen: Hauptsache Weihnachten sind wir nicht hier!
In Puerto Padre – so hieß der Hafen, wurde krank der Politoffizier, mußte ins Krankenhaus zur Behandlung und schlafen, er blieb gleich hier.
Wir feierten ohne ihn, den Faschingsbeginn und hoffen es war in seinem Sinn, daß wir uns ordentlich besoffen…
Am nächsten Tag hat man sich in der Trockenlast getroffen, zum Trinken von Hafenbräu-Bier, hier, tat der Chief uns finden und meinte wir sollen verschwinden, mit Recht muß man sagen, er ist der Chef, da gibt´s keine Fragen. Hein ging abends an Land, hatte man ihn nicht schon vorher gekannt, nachher kannte man ihn und seinen Spleen, unbegreiflicherweise, runde Hölzer zu schlagen, als Mitbringsel von der Reise, zumindest sollte man es so sagen.
Denn zu Hause verteilt er voller Stolz, an Klempner, Schlosser, Maurer gern einmal ein Wunderholz, um sich zu erleichtern sein Leben, hat Hein Seemann schon manches gegeben.
10 Tage blieben wir in dem Neste, versegelten dann nach Havanna und hier kam das Beste, Marmor und Bagasse-Platten, und keine Zeit um abzumatten.
Rost mußten wir klopfen, beschränkt war das Bier, der edle Tropfen, nicht genug zu saufen hatten mehr wir, zwei Flaschen pro Mann und Tag und das in einem Hafen, den keiner mag.
Das Brackwasser von Land und Meer, war bedeckt mit einer dicken Schicht Teer. Es ging mal zum Hemingway-Haus, nur die Badefahrt, die fiel aus, vielleicht war der Fahrer besoffen, das blieb allerdings offen.
Bestarbeiter einer Brauerei und vom Zoll ein paar Leute, vielen her über unser Schiff, wie eine gierige Meute, doch ich will nicht ungerecht sein, sie brachten was mit zumindest, die von den Brauereien.
Auch wenn das Bier schnell alle war, bei der Knappheit klar, war es doch ganz nett und mancher war ganz schön fett.
Denn Chief hörte man: „Hasta la Vista“ blüllen, dabei sah man mächtig seine Brust anschwillen.
Die Nautiker hatten zusammen geschlossen, sich zu einer Partei, sie stauten unverdrossen, Marmor und Bagasse dabei. Mit Pappescheibe-Schablonen, taten sie erst die Ladung klonen, paßten sie dann ein und stellten sie in Miniatur Luken hinein.
Wer schwierig ist in Mathematik, braucht nenn Hilfsschul Trick.
Nach 10 Tagen liefen wir aus, alle dachten: Endlich geht´s raus, hier kommen wir nicht mehr her, doch dieser Irrtum wog schwer…
Nach Tampico in drei Tagen, taten die Radare versagen und schon waren wir wieder dort, es waren einiges durchgeschmort.
Die Reparatur dauerte fünf Tage, bei Spezialisten vom kubanischen Schlage, überhaupt ein Wunder, das sie reparieren konnten den Plunder.
Dann stand Weihnachten vor der Tür und alle waren hier, wo sollten sie auch sein, rundherum ist Waser und das Schiff so klein.
Vom Tannenbaum die Nadeln sind abgefallen, aus dem Lautsprecher Weihnachtslieder erschallen.
Es läuft noch die Klimaanlage, bis nach Hause sind´s noch 14 Tage.
Zum Mittag durften wir Feierabend machen, und Hein wußte nichts anderes, als sich ein paar Bier reinzukrachen.
Die Mädels schmückten den künstlichen Baum, es kam etwas rüber vom Weihnachtsmann-Traum.
Es gab weißen Wein, abends zur Feier, singend schütteten sie ihn sich rein, auf See immer die alte Leier.
Später auf Kammer zog sich Hein, noch ein paar Flaschen hinein. Nur so kann er das Fest ertragen, ohne zu klagen. Guten Rutsch Euch allen |
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» Redaktion BORDGESCHICHTEN |
19.12.2025, 13:48 |
4. Advent: Aus einem eingereichten Beitrag für die BORDGESCHICHTEN, der nun auch im Band 25 leider nicht mehr erscheinen wird:
Zwei oder drei Matrosen hatten während ihres Landganges auf dem Bund in Shanghai etwas vom Schattenboxens, dem Qi Gong, einer traditionellen chinesischen Übung zur Kultivierung von Körper und Geist, mitbekommen oder auch nur davon gehört. Wie auch immer, sie begannen an Bord diese Verrenkungen zu trainieren und gingen ab sofort bei der Erledigung ihrer Arbeitsaufgaben mit besonderer Gewandtheit zu Werke. Wenn sie in die Verlegenheit kamen, einen schwierigen Auftrag zu erhalten, hoben sie zuerst langsam beide Hände mit geballten Fäusten vor die Brust, zuckten dann mit den Schultern und begannen schließlich, den Kopf zu schütteln. Alsdann gingen sie dem Bootsmann locker einen Schritt entgegen, um sich sogleich blitzschnell wieder zwei Schritte zurückzubewegen. Zum Schluss drehten sie sich im Kreise – machten aber auch dabei keinen Finger krumm. Wegen dieser elastischen Haltung wurden sie von der FDJ-Grundorganisation für eine materielle Anerkennung in Form einer Prämie von 20 Mark vorgeschlagen. |
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» Berndt Gückel |
19.12.2025, 08:07 |
Herzlichen Dank für die Weihnachtsgrüße und die Wünsche fürs Neue Jahr, die ich hiermit sehr gern erwidere. Die Grußkarten sind nicht nur eine Augenweide, sondern weiten wie immer auch das Herz! Geschichte geht weiter: So gibt es den Verein der Mammutjäger schon lange nicht mehr und den Seeleuteverein eben bald nicht mehr … aufm Papier. Im Herzen wird er bis zum Höllenfeuer bleiben und in den Bibliotheken ewig. „Wir haben das schönste Stück Seefahrt erlebt, das es wohl je gegeben haben wird!“ (unbekannter Autor). Und, wir haben es niedergeschrieben und weitergelebt und leben ja noch! „Alles hat seine Zeit“ (Parteilehrjahr, Kurs für Fortgeschrittene). Weiß wer, wann die nächste Transitausgabe ist?
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» Redaktion BORDGESCHICHTEN |
14.12.2025, 11:50 |
| 3. Advent: Liebe Freunde der BORDGESCHICHTEN, unser letzter Band 25 ist auf dem Wege. Er wird z.Z. in Görlitz professionell gesetzt. Die gesamte Reihe ist dann eine gute Kapitalanlage, genauso wie die Prachtbände vom Brockhaus-Lexikon. Die Bände 1 bis 21 werden z. B. zur Zeit beim ZVAB für 540 Euro angeboten, ein Band für mehr als 25 Euro. (Die ersten Bände haben 8,70 Euro gekostet!) Anbieter ist ein Antiquariat in Freiburg/Breisgau. Qualität aus dem Osten hat eben ihren Preis. Wer bisher gezögert hat, darf jetzt dort zugreifen! |
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» Lothar Pantermöller aus Brunsbüttel |
11.12.2025, 09:57 |
„MS Blankenburg“ 11.12.1988 Auf dem Weg nach Tampico
Transitausgabe
Du heute soll noch Transitausgabe sein flüstert Ede mit Hein, Um 19:00 Uhr trifft man sich ohne Hast, vor der Last,
klönt mit dem Vordermann schaut sich mal die Liste an: Rotwein, Gin und Klosterbruder, der hat letztens noch geschmeckt, wie Wundheilpuder Cabinet und Club für die Lunge, Bonbons als Beruhigung für die Zunge
Danach saßen sie hinter der Messe: Hein, die Jungs und der Steward der Kesse, der machte seine erste Reise, und wußte nichts, vom Trinken und Saufen auf Seemannsweise,
Ede und Hein schenkten ihm tüchtig ein: Gin – Weinbrand, Weinbrand – Gin, hoch die Gläser immer rinn,
Anfangs konnte der Kleine noch stehen, später nicht mal mehr sehen… Dreimal ging er um etwas zu holen, beim Letzen Mal als gingen er wie auf glühenden Kohlen
Mit den Schultern den Gang ausfüllend, laut Losungen brüllend: Bei uns im Dorf, da können nach dem Saufen, die Männer, dass könnt ihr glauben ihr Penner! Noch auf den Händen laufen,
Die letzte Flasche war noch nicht ganz leer, da wurden ihm die Augenlider schwer, hätte Ede nicht die Finger in sein Hemd gekrallt, er wäre mit dem Kopf gegen die Winde geknallt
Ede und Hein brachten ihn dann runter und rein in die Kammer, auf dem Niedergang gab’s noch Gejammer: Oben die Hände haltend ging Hein, unten Ede in jeder Hand ein Bein… Ede hätte um ein Haar einen falschen Schritt gemacht, und Klein-Steward wäre mit einer Beule erwacht.
Nach einer halben Stunde wurde der Kleine in seiner Koje geweckt, durch den Karussell-Effekt Von der Kammer bis zum WC, Widergekäutes sah aus wie Gras und Klee,
So war seine Spur zu sehen, und roch auch nicht besonders schön
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» Heinz Liebscher aus Rostock |
10.12.2025, 21:12 |
Liebe Familie Gneuß, gern bin ich mit Ihrem Vater zur See gefahren. Er hat uns ebenso gerne zu den MS Aue und F. Freiligrath II-Treffen begleitet. Meine aufrichtige Anteilnahme gehört Ihnen
Heinz Liebscher (ehemaliger Organisator der MS Aue und KS F. Freiligrath II- Treffen) |
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